Formelattribute
Formelattribute sind individuell definierbare Formeln, über die Sie auf Systeminformationen und Attribute von Objekten zugreifen können. Sie dienen zur kompakten Darstellung von Attributen ‚zugehöriger‘ Objekte. Dabei wird über die Relation des Ausgangsobjekts zu den anderen Objekten der Zugriff auf deren Attribute gesteuert.
Zur Erstellung von Formelattributen sind gute Kenntnisse der EB-Objektstruktur sowie Programmierkenntnisse empfehlenswert. Formelattribute müssen unbedingt in einer Testumgebung erstellt und auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden!
Formelattribute können in Dialogmasken, in der Shape-Bearbeitung, in Grafiken oder Arbeitsblättern verwendet werden.
Über die hierarchische Struktur der Engineering-Base-Daten können Sie gezielt auf Attribute von übergeordneten oder untergeordneten Objekten zugreifen.
Die nachfolgenden Detailbeschreibungen für Formelattribute basieren auf der Engineering Base-Version 6.4.1. In älteren Versionen können einige Sprachelemente noch nicht implementiert sein.
Definition einer Formel
Der Gesamtstring eines Formelattributes setzt sich aus miteinander verbundenen oder verschachtelten Zugriffsbeschreibungen zusammen.
Eine Zugriffsbeschreibung ist vereinfacht folgendermaßen aufgebaut:
SchlüsselkennungVariablen;
Über die Schlüsselkennung wird die Art des Zugriffs auf Attribute, Attributinformationen oder Systeminformationen gesteuert.
Folgendes ist bei der Erstellung einer Formel zu beachten:
- Eine Formel kann aus mehreren Teilen bestehen.
- Die einzelnen Teile der Formel müssen immer mit Semikolon (;) getrennt werden.
- Die Länge der Formel ist auf 1000 Zeichen begrenzt.
- Am Ende der Formel muss zwingend ein Semikolon (;) stehen.
- Eine Schlüsselkennung besteht in den meisten Fällen aus ein oder zwei Buchstaben.
- Formelattribute können nicht rekursiv genutzt werden.
- Die Auswertung des Formelattributes bricht ab, wenn auf ein gefordertes Objekt nicht navigiert werden kann.
- Bei den Parametern und Variablen ist die Groß-/Kleinschreibung der Schlüsselkennungen zu beachten.
- Folder-Objekte bleiben bei der Suche von Parent-Objekten unberücksichtigt. Dies gilt speziell bei der Zählung von Navigationsschritten.
Formelattribute müssen unbedingt in einer Testumgebung erstellt und auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden! Von Erstellung und Test der Formelattribute in der produktiven Arbeitsumgebung muss dringend abgeraten werden!
Legende der Syntaxbeschreibung:
Fettschrift | Literale (Schlüsselkennungen, Variablen und zwingend notwendige Zeichen einer Anweisung (;, {, }, …). |
Kursiv | User-Eingaben werden kursiv geschrieben. |
< Begriff > | Ein Begriff in spitzen Klammern wird als symbolischer Platzhalter für eine Menge verschiedener Werte verwendet, deren Bedeutungen später im Detail erklärt werden. |
[ ] | Umschließt die optionalen Teile einer Anweisung. |
| | Trennzeichen (Exklusiv-Oder) zwischen alternativen Eingabewerten. |
1+ | Inhalt muss mindestens einmal genutzt werden. |